Zum Berufsstand

Rentenberater sind Experten, die in allen rentenrechtlichen Angelegenheiten des Sozialversicherungsrechts ihre Mandanten beraten und dabei unabhängig von den Versicherungsträgern arbeiten. Dabei ist festzustellen, daß das Beratungsangebot aufgrund der immer höheren Komplexität und der immer rasanteren Rechtsänderungen immer mehr an Bedeutung gewinnt. So sind die rechtlichen Vorschriften und das Leistungsangebot, auf das die Versicherten einen Anspruch haben, für den einzelnen Bürger kaum mehr zu überblicken und die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Sozialleistungsträgern in Eigenregie in Erfahrung zu bringen.

Rentenberater gehören den rechtsberatenden Berufen gemäß § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) an. Die notwendige Qualifikation und Sachkenntnis muß der Rentenberater beim zuständigen Gericht nachweisen, daher ist seine Berufsbezeichnung auch gesetzlich geschützt.

Rentenberater vertreten die Interessen ihrer Mandanten, unabhängig und mit größter Sachkunde.

Rentenberater unterliegen ähnlichen Berufsstandszwängen wie Rechtsanwälte und sind an das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) gebunden.

Rentenberater sind für ihre Tätigkeit haftpflichtversichert. Die Registrierungsbehörde prüft regelmäßig, ob eine Haftpflichtversicherung besteht.

Rentenberater unterliegen der Verschwiegenheitspflicht.

 

Die Bedeutung der Rentenberater ist auch vom Deutschen Bundestag anerkannt:

„Die Rentenberater haben sich bei der Unübersichtlichkeit und der zunehmenden Bedeutung des Sozialversicherungsrechtes im Rechtsleben – insbesondere auch bei der Kontrolle der Versicherungsanstalten – als unentbehrlich erwiesen.“

(Zitat aus: Bundestagsdrucksache 8/4277 vom 20.06.1980).